Artikel Feed
Teilen

Hallo liebe Freunde von Munich Spirits,

ich möchte euch nicht meine letzte Schottlandreise Ende April / Anfang Mai 2011 vorenthalten. Mit Klaus ging es mit dem Flieger nach EDI, dort mit dem Mietwagen bei allerbestem Wetter (es waren fast durchweg hochsommerliche Temperaturen in SCO) weiter nach Oban. Eine kleine, recht touristisch geprägte Stadt, die durchaus Flair versprüht und einen Besuch lohnt. Genauso wie die sympathische Tour durch die Brennerei samt kleinem Warehousetasting. Weiter ging es vorbei am Ben Nevis und mit kurzem Aufenthalt am Eilean Donan Castle nach Skye und dort in den Hauptort Portree. Traumhafter Sonnenschein lassen die Bucht von Portree am frühen Abend in ein wundervolles Licht tauchen. Am Wochenende ist auch abends kneipentechnisch einiges geboten. Am nächsten Tag ab zu Talisker, leider war nur eine Standardtour möglich und die war, wieder einmal bestenfalls durchschnittlich. Danach gings weiter zum Dunvegan Castle mit seinen blühenden Gärten und anschließend zum Leuchtturm Neist Point mit prima Ausblick auf schroffe Felsküsten und die äußeren Hebriden. Am darauf folgenden “freien” Tag hatten wir einen Bootsausflug unternommen und neben einer Reihe Papageientauchern auch einen Seeadler weniger Meter von uns einen Fisch aus dem Meer holen sehen. Klasse.

Am nächsten Tag wieder über Oban nach Kennacraig, wo es auf die Fähre nach Islay ging. Unterkunft in Port Ellen…..in den folgenden drei Tagen folgten Whiskytouren: Lagavulin Warehouse Demo (großes Kino), Ardbeg (nette Führung mit prima Einzelfasssamples und sehr gutem Essen), Laphroaig (sympathische Tour mit ausgiebigem Tasting in der Friends-Lounge), Bowmore (Standardtour), Bunnahabhain (eine sehr persönliche Tour mit interessanten Details) und Caol Ila (nur mal Hallo gesagt)….viel mehr geht nicht in 3 Tagen…..

…zurück mit der Fähre nach Kennacraig und weiter nach Campbeltown, wo am nächsten Tag die große Springbank/Glengyle-Tour mit anschließendem großen Tasting bei Cadenhead anstand, wo es u.a. den sehr leckeren neuen Local Barley zum Verkosten gab. Und weiter ging es nach Inverary, dem Herzen Argylls. Einchecken im The George, ein Hotel, welches ich wärmstens weiterempfehlen kann. Klasse Haus mit prima stimmungsvoller Bar und gutem Restaurant, direkt gegenüber von Loch Fyne Whiskies. Am nächsten Tag ab nach Edinburgh, kurz über die Royal Mile und auf zwei Bierchen/Whiskies in die Bow Bar und dann ins Hotel nach Leith, von wo aus wir in 5 Minuten bei der Scotch Malt Whisky Society waren, dort gut gegessen und noch besser getrunken haben, um dann zum Abschluss im gleichen Haus (von 1682) im Erdgeschoss in der Bar mit der sicher exklusivsten Whisky Bar der Welt (noch vor dem Waldhaus am See) noch einen leckeren Dram zu nehmen. Am nächsten Tag ging es dann zurück nach MUC. Puuuh. Viele Eindrücke, tolle Landschaft, unglaubliches Wetter und ganz viel Spaß.

Bucht von Portree am frühen AbendGarten von Dunvegan Castle

Warehouse Demo LagavulinBowmore Distillery

Inverary Castle Tomatin, Horae Solaris in The Vintners Rooms

Slainte,

Martin aka SilentStill

Volles Haus zum 19. Tasting

In der Tat war unser Tasting im April voll gebucht und entsprechend gut besucht war es dann auch am Abend. Die Messenachlese stand auf dem Programm, und auch das Munich Spirits Team war gespannt, ob das, was damals eingekauft wurde, auch heute noch den Zuspruch erhält. Das Line Up in Bildform:

Spannend war die doch sehr breit gefächerte Resonance auf die einzelnen Whiskys, denn keiner wollte sich als Verlierer abstempeln lassen, und keiner stellte sich als ein klarer Favorit des Abends heraus. Zu jeder Abfüllung waren positive, aber auch negative Stimmen zu hören, und so kam es dann auch, dass am Ende aber auch rein garnichts übrig geblieben ist.

All unseren Gästen vielen Dank für’s kommen und für den Zuspruch! Wir hatten jedenfalls das Gefühl, es hat nicht nur uns Spass gemacht.

Recht spontan und voller Freude hatte ich mich am Dienstag in den Zug nach Leipzig gesetzt. Mein Ziel sollte Delitzsch sein, eine Kreisstadt nördlich von Leipzig, in der Jens Fahr seit nunmehr 15 Jahren die No.2 Altstadtkneipe betreibt. Nach etwa 6 Stunden Fahrt war ich am Ziel und fast pünktlich zur Öffnung der Kneipe um 17 Uhr auch mit der ersten Hopfenkaltschale ausgestattet. Das Erdgeschoss, in der sich die Altstadtkneipe befindet, wurde sehr gemütlich und  wohnlich gestaltet, mit jeder Menge Liebe zum Detail. Eine Treppe führt hoch zur Whiskystube, die jeden 2. und 4.Freitag im Monat für Whiskyliebhaber und Neugierige geöffnet wird. Zusätzlich finden dort natürlich zahlreiche Tastings statt, wo zu wechselnden Themen gemeinsam über Whisky und die Welt philosophiert wird.

Dieses Refugium durfte ich dann wenig später auch live betrachten, da mich Jens, der sich für den Tag extra freigenommen hatte, in den ersten Stock führte und mich erstmal umschauen und staunen ließ. Ich habe nun schon viele Whiskybars gesehen, aber jedes Mal aufs Neue ist es ein wunderbarer Anblick, hunderte von mehr oder weniger gut gefüllten Flaschen auf engstem Raum zu sehen. Bei Jens sind es in der Whiskystube übrigens über 700.

Diese Whiskystube gibt es erst seit einigen Jahren und es kommen immer wieder neue Flaschen hinzu, andere wiederum, auch das ist nicht verwunderlich, werden genüsslich geleert, sei es im Rahmen eines Tastings oder auch durch den kleinen aber feinen Whiskyclub, den es in der Altstadtkneipe auch gibt. An diesem Abend haben sich Jens und ich einige Leckereien gegönnt. Ein 20jähriger Rosebank von Cadenhead etwa, ein Glencadam von Malts of Scotland oder auch ein Glen Mülsen. Dabei hat Jens sich angesichts dieses leckeren deutschen Malts entschlossen, gleich 20% der Jahresproduktion in seiner Kneipe zu platzieren. Dies macht genau 1 Flasche. Es ist eine sog. Mikrodestille mit einem Jahresausstoß von etwa 5 Flaschen. Eine Erfahrung war es allemal wert und der Glen Mülsen hat mich unter den deutschen Whiskies, die ich bislang so getrunken habe, am meisten überzeugen können.

Zwischendurch gabs eine sehr gute und leckere Stärkung aus der Küche und Jens und ich sind in alle möglichen Themen verfallen und immer wieder auch zum Whisky zurückgekehrt. Zurückkehren werde ich in die Altstadtkneipe auf jeden Fall. Entsprechende Termine wurden gemacht. Also, wer von euch im November (19./20.) Zeit und Lust hat, begleitet mich einfach. Zwei Tastings stehen vor Ort an und ich würd mich freuen, wenn der eine oder andere von euch Lust hat, dabei zu sein.

Vielen Dank Jens für einen sehr schönen und gemütlichen Abend bei Dir und weiterhin viel Freude mit Deiner Altstadtkneipe!!

Slainte

Martin (aka SilentStill)

Am letzten Wochenende war es mal wieder soweit und Klaus und ich haben uns auf den Weg gemacht, sind ca. 1.000 km gefahren und haben dabei zahlreiche leckere Malts genießen können.

Am Freitag ging es los in Richtung Biberach, und zwar zum Goldenen Rebstock  (auch Stecken genannt). Ein alteingessenes Wirtshaus in der sehr schönen Stadt in Oberschwaben, wo der Wirt in einem kleinen und gemütlichen Zimmer eine Whiskyoase mit wirklich schönen Flaschen eingerichtet hat. Whiskygenießer der Region treffen sich dort einmal im Monat, aber natürlich steht der Raum mit seinen Whiskys allen offen, die mal vorbeischauen wollen.

Wir waren mit Whiskyfreunden dort verabredet und haben in einer gemütlichen Runde so einiges weggeschlürft. Highlights waren aus meiner Sicht ein 35 Jahre alter Inchgower von Maggie Miller sowie ein Springbank ebenfalls vom SSMC.

Wer in Biberach und vor allem im Goldenen Rebstock Rast macht, dem seien neben den Lebenswässerchen auch die schwäbischen Seelen ans Herz gelegt und zwar in den zahlreichen belegten Varianten. Herrlich warm und knusprig serviert rundeten diese wiederum den Abend ab. Es war mein dritter Besuch und der vierte steht in nicht allzu weiter Ferne.

Am Samstag fuhren wir dann weiter zum Raritätentasting in die Villa Konthor nach Limburg. Zur Atmosphäre möchte ich gar nicht mehr viel schreiben; darüber könnt ihr in meinem letzten Bericht nachlesen. Im Vordergrund stehen die Malts. Wiederum 10 an der Zahl. Dieses Mal (noch) besser als beim letzten Mal:

Ein Bild, welches das Herz eines Maltheads höher schlagen lässt

 

1. Strathisla, 25yo, 26 2/3, 70 Proof, bottled 1977, “to celebrate queen´s silver jubilee

2. Ardbeg, 1974-1993, Signatory Vintage, 43%

3. Springbank 1973-1988, 75cl, Samaroli “Ageing Monography”, 50%

4. Port Ellen, Rare Malts Selection, 1978-2000, 60,5%

5. Glenglassaugh, The Whisky Fair, 1965-2006, 46,7%

6. Bruichladdich, Duncan Taylor, 1969-2002, 48,7%

7. Glen Garioch, Douglas Laing, Platinum Series, 1968-2004, 55,9%

8. Longmorn, Blackadder, 1972-2001, 45%

9. Brora, Douglas Laing, OMC, 1974-2001, 50%

10. Bowmore, Hart Brothers, 1966-2001, 43,7%

Die Highlights lagen bei einem Line up auf wirklich sehr hohem Niveau bei den Nummern 3 bis 5…..diese Abfolge an genussvollen Feuerwerken hat man sicher nicht oft in seinem (Whisky-)Leben. Kontrovers diskutiert wurde dagegen der Glen Garioch, der aus meiner Sicht die einzige “Enttäuschung” des Abends darstellte.

Auf jeden Fall war das ein sehr genussreiches Wochenende und eine erste Einstimmung auf die in ziemlich genau 2 Monaten stattfindende Whiskyfair.

Slainte

Martin (SilentStill)

Jetzt liegen sie vor, die offiziellen Zahlen zur Finest Spirits 2011. Und diese bestätigen auch das gefühlte gewachsene Interesse.

Besucher: 5.530 (2010: 4.550)
Aussteller: 62 (2010: 52)
Marken: über 160 (2010: 108)

Und dieser Erfolg ist nicht zuletzt auf die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit zurückzuführen: 78 Publikationen in Onlinemedien, sechs in Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 1.5 Millionen und Spots auf drei Radiostationen.

SCHON JETZT daher der Termin für 2012:

10. – 12. Februar 2012 FINEST SPIRITS Festival im MVG Museum

Finest Spirits 2011

Es war ein gelungener Einstieg in die Finest Spirits 2011. Auch wenn uns noch keine offiziellen Besucherzahlen bekannt sind, so war doch “gefühlt” einiges los, aber dank der neuen, großzügigen Location gab es trotzdem kein Gedränge. Auch wenn die Veranstalter noch ins Schwitzen kamen, als es um die letzten Klärung, Änderungen und Entscheidungen ging. Für die Besucher war dies nicht sichtbar, die Finest Spirits zeigte sich von Ihrer besten Seite und lud zwischen Trambahnen und Bussen zum schauen und probieren ein.

Wie jedes Jahr war natürlich der Samstag der Großkampftag. Und das war auch gut so. Die Menschen strömten in die Hallen, und wie jedes Jahr sicherte dieser Tag letztlich den Erfolg der Messe.

Wer es etwas ruhiger mag, der kommt am besten am Sonntag auf die Finest Spirits. Hier läßt es sich gemütlich schlendern und die Aussteller haben noch etwas mahr Zeit für ein Gespräch oder einen Extradram.

Hier einige Eindrücke von der Messe.

« Neuere Artikel - Ältere Artikel »